5. Juni 2008
Fazit: So schlecht wie es in den meisten Bewertungen einschlägiger Gaming-Zeitschriften oder Internet-Rezensionen weggekommen ist, ist es dann echt nicht. Ich war vom Vorgänger ziemlich begeistert und so spannend das Spielkonzept früherer Rainbow-Teile war, so richtig meins waren das stundenlange Planen und die anschließenden zehn Minuten Action ja nie.
Ich mochte Rainbow Six: Vegas aufgrunde seines Spielkonzeptes, des Settings und der Tatsache, dass man nicht als übermächtiger Super-Geheimagent-Alleingänger unterwegs war. Die Story udn vor allem das Ende um Irena Moralez war etwas unzufriedenstellend aber das ging ja nicht nur mir so.
Der Nachfolger macht trotz des kargen Leveldesigns und der kurzen Spieldauer dennoch auch Sachen richtig bzw. besser als im eigentlichen “Vegas”. Zum einen das Belohnungssystem mit den EXP-Points und das A.C.E.S.-System. Letzteres schaltet neue Waffen, Ausrüstungsgegenstände oder auch Tarnfarben frei, wenn man zum Beispiel fünf Gegner aus großer Entfernung tötet oder von hinten überwältigt. Das motiviert meiner Meinung nach genug um als Fan des ersten “Vegas” auch Vegas2 bis zum Ende durchzuspielen. Auch wenn die Story mal wieder nicht so wirklich spannend und fesselnd ist. Beim Leveldesign muss man allerdings das vorletzte Kapitel hervorheben. Hier treibt man sich zwar auch nur bei Nacht in einer kargen Ölraffinerie herum aber die Tatsache, dass dieser Einsatz eine One-Man-Show für den Protagonisten Bishop ist und wir somit auf die Unterstützung des restlichen Rainbow-Teams verzichten müssen, macht die Mission interessant, abwechslungsreich aber auch sehr herausfordernd.
Etwas enttäuscht hat mich die Vertonung des Spiels da bei manchen Zwischensequenzen die Sprecher zum Beispiel nur minimal lauter sind als das Rotorgeräusch des Einsatzhelikopters und damit ist es oft schwer, der Story zu folgen.
Zum Schluss kann man eigentlich nur sagen: Wen Rainbow Six: Vegas nicht nur wegen der Casinos fasziniert hat, der wird auch an Vegas2 seinen Spaß haben. Alle anderen sollten dann doch entweder die alten Rainbow-Teile aus dem Schrank kramen, wenn sie auf aufwendiges Planen vor Missionsbeginn stehen oder einfach Ghost Recon spielen
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