Archiv der Kategorie Action


Fallout: New Vegas – Ersteindruck

6. November 2010

Allzu viele Stunden habe ich noch nicht in den Ausläufern der Mojave-Wüste verbracht. Allerdings kann ich jetzt bereits sagen dass FNV eine gelungene Fortsetzung des großartigen Fallout 3 ist, wenn man es denn überhaupt so recht als Fortsetzung bezeichnen kann.

Es fühlt sich spielerisch genau an wie Teil 3. Gleiches Interface, gleiche Grafik und trotz eines kleinen Tapetenwechsels irgendwie das gleiche Setting. Der Umzug von den Umlanden der amerikanischen Hauptstand in die Wüste rund um die neubegründete, wohl berühmteste Spielerstadt der Welt bringt allerdings auch neben neuer Locations weitere Verbesserungen und Neuerungen mit sich. Es gibt zusätzliche Waffen, ein erweitertes Begleiter-Kontrollsystem und logischerweise auch neue Fraktionen mit eigenen Geschichten. Ein weiteres kleines Feature hat sich bereits nach meiner nur sehr kurzen Spielzeit äußerst positiv hervorgetan: unterschiedliche Munitionstypen.
Bereits in Fallout 3 gab es unterschiedliche Kalibergrößen, Laser- oder Plasmawaffen. In New Vegas besteht aber zudem noch die Möglichkeit, die Waffe mit panzerbrechender oder Hohlspitzmunition auszurüsten. Erstere bezwingt im Handumdrehen mit einer Kugel einen schwer gepanzerten Gegner, der mit üblicher Munition gut 6-7 Treffer einstecken könnte. Die Hohlspitzmunition ist bei gepanzerten Gegnern hingegen mehr als nutzlos, fügt aber ungepanzerten Zielen vermehrten Schaden zu. Equivalente dieser Munitionsarten gibt es natürlich auch für die Strahlenwaffen.

Alles in allem spielt sich Fallout: New Vegas ein wenig schwerer (weniger Munition, stärkere Gegner, schwächere Waffen) als sein Vorgänger. Mit allen seinen kleinen Neuerungen und Verbesserungen ist es aber das Spiel, das Fallout 3 hätte sein können. Viele Studios scheinen diesen Fakt aktuell als Entwicklungsstrategie für sich entdeckt zu haben. Das zweite Assassins Creed war das, was der erste Teil hätte sein sollen und Rom in Brotherhood ist drauf und dran das New Vegas für Ubisofts Meuchelmörderspiel zu werden. Modern Warfare 2 brachte nicht wirklich viel Neues im Gegensatz zum direkten Vorgänger, war aber noch ein Stück intensiver und konnte so überzeugen. Und selbst Blizzard hat bei Starcraft 2 das Rad nicht neu erfunden, dabei aber dennoch ein Meisterwerk erschaffen.

Deswegen bin ich der Meinung dass Bethesda seinen Job mit New Vegas mehr als gut gemacht hat, auch wenn die komplette Engine langsam ein wenig angestaubt wirkt. Allerdings muss ich persönlich auch sagen, dass die hier und da groben Texturen das postapokalyptische Setting durchaus noch ein wenig unterstreichen. Jetzt bin ich nur mal gespannt was die Story noch so alles hergibt. Wir werden sehen…

Rockstars der 1. Generation können nicht schwimmen

30. Mai 2010

Der Namenlose aus GTA 3 konnte es nicht, Tommy Vercetti in der Drogenmetropole Vice City auch nicht und auch der neueste Rockstar Held – Outlaw John Marston – kann es nicht.

Ist irgendwie komisch wenn ein Protagonist fähig ist, einhändig vom Rücken eines Pferdes mit einem Repetiergewehr über nahezu 100m ein Kaninchen zu erlegen und dann nicht schwimmen kann. Allerdings ist es eben auch – wie in vergangenen GTA-Titeln – eine gute Begründung für die vorherrschenden Levelbegrenzungen im neuesten Open-World-Game für PS3 und XBOX360. Da ist eben an Gebirgshängen und Flüssen Schluss, wenn man ganz in Wild-West-Manier versucht, in den Sonnenuntergang zu reiten.

A propos Sonnenuntergang. Die Grafik kann es zwar nicht mit Mass Effect 2 oder dem neusten Uncharted-Ableger aufnehmen, im Vergleich zu Liberty Citys letztem Gangster-Epos hat Rockstar allerdings nochmal einiges aus der PS3 rausgekitzelt. Die Lichteffekte vor allem bei Sonnenauf- und -untergang sind wunderschön, die Sonnenstrahlen brechen sich malerisch im Geäst der teilweise üppig vorhandenen Fauna und Flora. Auch die verschiedenen Gebiete überzeugen mit abwechslungsreichen Landschaften. Von dichten Wäldern über trockene Wüsten bis hin zu schneebedeckten Gebirgspässen findet man alles was das Abenteuererherz begehrt.
Die Animationen der verschiedenen Tiere – besonders die der Pferde – und der Charaktere sind sehr realitätsnah umgesetzt worden. Alles in allem ziehen die Optik und die großartige musikalische Untermalung jeden Spieler sofort in ihren Bann, der sich auf das Western-Genre einlassen möchte. Und das scheinen hierzulande ja aktuell einige zu sein, so schwer wie es war, in der vergangenen Woche eine Kopie des Open-World-Abenteuers zu ergattern.

Zuletzt muss man natürlich zugeben, dass Rockstar die Steuerung und viele Teile der Spielmechanik von GTA übernommen hat, wie zum Beispiel die Minimap, die Art und Weise wie Missionen gestartet werden können, das Speichern während eines sechs Stunden andauernden Schläfchens und das Deckungssystem – um nur einige Beispiele zu nennen. Nichtsdestotrotz hat man zu keiner Zeit das Gefühl, eine bloße GTA-Kopie vor sich zu haben, die sich lediglich ein unverbrauchtes Setting zu Nutze macht. Red Dead Redemption entwickelt ein ganz eigenes Spielgefühl und hat meiner Meinung nach gute Chancen, Niko Belic und Co. in den Schatten zu stellen. Das müssen mit andauernder Spielzeit nun Missionsdesign, Story und Vielfältigkeit der Pferde und Waffen zeigen. Ich bin nach vier Stunden Spielzeit bester Hoffnung einer wahren Spieleperle erlegen zu sein. Weiter so, Rockstar!

GTA: Episodes from Liberty City

24. Mai 2010

Ein Penner stößt im Stadtpark von Dukes mit einem dominikanischen Einwanderer zusammen. Die Entschädigung findet er umgehend in Form eines Päckchens Diamanten im Wert von 2 Millionen Dollar, die bei dem Zusammenprall aus einem städtischen Müllbehälter fallen.

So endet das zweite Add-On “The Ballad of Gay Tony” zu Rockstars Verkaufshit GTA 4. Zusammen mit “The Lost and Damned” bildet das Add-On-Bundle das beste GTA aller Zeiten. Markantere Protagonisten, abgedrehtere Auftraggeber, neue Helikopter, Motorräder, Fahrzeuge, Waffen, ein Fallschirm und kreativere Missionen runden den gut 30 stündigen Open-World-Titel ab und machen ihn somit noch besser als das ohnehin schon exzellente Hauptspiel.

“The Lost and Damned” (TLAD) erzählt dabei eine düstere Geschichte um den Biker Johnny Klebitz und seine Gang “The Lost”. Dieser läuft bereits Niko Belic in GTA 4 im Auftrag des russischen Drogenbosses Ray Bulgarin über den Weg. Dabei verlieren “The Lost” eines ihrer jüngsten Mitglieder. Dieser Todesfall wird auch im Add-On aufgegriffen und dient Billy, dem verrückten und kürzlich aus der Besserungsanstalt entlassenen Anführer der Gang, als Vorwand für einen persönlichen Kleinkrieg gegen die Gang-Rivalen “Angels of Death”. Dieser und andere Querverweise finden sich in den beiden Add-Ons immer wieder und sorgen so für den ein oder anderen Schmunzler.

Alle drei Protagonisten – Niko Belic aus GTA 4, Johnny Klebitz aus TLAD und Luis Lopez aus “The Ballad of Gay Tony” (TBOGT) – laufen sich dabei mehrfach über den Weg. Grund dafür sind die Steine im Wert von zwei Millionen Dollar, die im Verlauf der Story mehrfach ihren Besitzer wechseln und am Ende doch einem lachenden Vierten in die Hände fallen.

Während sich Johnny in TLAD in einem sich immer stärker drehenden Strudel von Gewalt und Mord wiederfindet, ist das Leben von Luis – der zufällig eben dieser bereits erwähnte dominikanische Einwanderer ist – wie eine Hommage an GTA Vice City. Nachtclubs, Drogen, Paparazzi, die italienische Mafia und ein schon fast wahnsinnig spaßiges Waffenarsenal machen das zweite Add-On zu einem wahren Hollywood-Actionfeuerwerk (oder sollte man besser Vinewood sagen? ;) . Besonders der arabische Baulöwe Yusuf Amir sorgt dabei mit seinem vergoldeten Kampfhelikopter “Buzzer” und seinem gestohlenen NOOSE-Panzerwagen (die Liberty City Variante von SWAT) für filmreife Explosionsserien. Von exhibitionistischen Kongressabgeordneten über schwule Nachtclubbesitzer bis hin zu zwergenwüchsigen Möchtegern-Proleten biete TBOGT das ganze Arsenal einzigartiger Charaktere auf, die die GTA-Serie und den Humor seit Vice City so einzigartig machen.
Nicht zuletzt das Waffenarsenal in TBOGT – vergoldete Uzis, AA-12-Automatikschrotflinten mit Explosivgeschossen, eine schallgedämpfte P90 mit Reflexvisier oder ein leichtes Maschinengewehr vom Typ M249-SAW – sind eine willkomene Abwechslung zum sonst so üblichen AK47-Einerlei. Vor allem das LMG lässt in einer der späteren Missionen echtes Scarface-Flair aufkommen, wenn Luis auf einer Ballustrade im Nachtclub “Maisonette 9″ mehrere Wellen russischer Gangster abwehrt.

Die abschließenden Missionen der beiden Titel bieten dabei alles auf, was die Rockstar-Palette anzubieten hat: Ein Einbruch(!) in ein Staatsgefängnis, mit Heroin vollgestopfte Clownsfiguren, “vergoldete” Luftunterstützung, eine Flugzeugverfolgung und ein abschließender Sprung aus mehreren 1000m Höhe. Respekt Rockstar, so müssen Add-Ons sein.

Nun heißt es warten auf den fünften Teil (oder vielleicht auch noch das ein oder andere Zusatzpaket).
Wobei John Marston und der Wilde Westen in Red Dead Redemption wohl erst einmal einen Teil meiner persönlichen Wartezeit überbrücken könnten…

PSN, DLC, Assassins Creed 2 und zwei Accounts…

28. Januar 2010

Das war meine Ausgangssituation bevor ich “Die Schlacht um Forli” heruntergeladen habe.
Zur Erklärung: Ich habe Assassins Creed 2 auf deutsch gekauft und aus Versehen den Spielstand auf meinem “amerikanischen” PS3-Account erstellt. Jetzt hatte ich das Spiel komplett durchgespielt und noch einen gewisses Guthaben auf meinem deutschen PSN-Account. Daraufhin hat sich für mich die Frage gestellt, ob ich das DLC für Assassins Creed 2 im deutschen Account runterladen und es dann in meinem amerikanischen Account spielen kann? Ich habe bestimmt eine halbe Stunde lang gegoogelt ohne eine klare Antwort zu finden. Mittlerweile kann ich sagen:
ES GEHT!

Man kann alle heruntergeladenen Inhalte auf der PS3 nutzen, egal ob der angemeldete Nutzer der ist, der den Inhalt heruntergeladen hat oder nicht. Nur falls es jemanden interessiert… ;)

P.S.: Die Schlacht um Forli ist vom Missionsdesign her ganz okay, ist aber recht simpel und kommt an die Genialität des Vollpreisspiels bei weitem nicht heran. Für Fegefeuer der Eitelkeiten wünsche ich mir mal wieder typische Attentat-Missionen, bei denen man sich unbemerkt bis zum Ziel durchschleichen muss. Am liebsten über unbekannte Pfade, Dächer und Fassaden.

Hektik, Panik, Verfolgungswahn und waghalsige Sprünge…

19. Januar 2009

All das ist Mirrors Edge. Und genau diese Eigenschaften machen es zu einem der absolut genialsten, nervenaufreibendsten und spannendsten Spiele, die ich bisher gespielt habe. Allerdings kann es auch durchaus mehr als frustrierend sein wenn ich mich immer wieder  und wieder am selben Speicherpunkt wiederfinde.

Manchmal – aber nur manchmal – war mein PS3-Controller kurz davor, sich Sekunden später in kleinen schwarzen Einzelteilen vor der nächstbesten Wand wiederzufinden. Und dass obwohl ich gerade erstmal im zweiten Akt angekommen bin. ;)

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