Nach sechs Stunden Spielzeit im atomar verstrahlten Osten der USA, dem ersten erlegten Behemoth-Supermutant und dem Fund des MiniNuke-Werfers hat mich Fallout 3 nun vollends in seinen Bann gezogen. Und das obwohl ich nur widerwillig aufgrund all der positiven Rezessionen aus Fachpresse und meinem Freundes- und Bekanntenkreis zu dem Titel gegriffen habe. Widerwillig daher da ich persönlich kein Freund von postapokalyptischen Endzeit-Szenarien, mutierten Gegnern und nem Haufen Zombies (auch wenn es hier Ghoule sind) bin.
Wer allerdings eine Affinität zu Rollenspielen und Shootern hat ist in den Weiten der Capital Wastelands durchaus sehr gut aufgehoben. Die allgegenwärtige Untergangsstimmung, der ständige Mangel an Munition, der Verschleiß der Ausrüstung und die unterschiedlichen Charaktere (von selbsternannten Sheriffs über nymphoman veranlagte Kleptomaninen bis hin zu durchgeknallten Hausfrauen, die den Atomkrieg irgendwie nicht mitbekommen haben und noch was von einem grasgrünen Vorgarten faseln) machen das Spiel zu einem absoluten Must-Have aus dem Jahr 2008.