6. Mai 2008
Töten, töten, töten, jaaa …So ungefähr klingt es wenn ich meine Schergen im Spiel Overlord vom Hersteller Codemasters auf ein blutrünstiges Einhorn, garstige Halblinge oder weinerliche Elfen loslasse.
Ja die Welt ist zugegeben ein wenig anders als in der Tolkien-Saga um Frodo Beutlin und den EINEN Ring, aber sie ist auch um ein gutes Stück lustiger. Als Pendant von Sauron baut man seinen alten Turm (so ein Zufall
) wieder auf und rettet dabei die Menschen vor versklavenden Halblingen, fleischfressenden Einhörnern und wütenden Ents. Man kann natürlich auch einfach nur böse sein und niemanden retten, sondern alles für sich behalten. Das ist es ja, was die böse Seite so interessant macht.
Und da man natürlich als Herrscher des dunklen Throns nicht persönlich gegen jeden dahergelaufenen Halbling kämpft, darf man eine im Spielverlauf immer größer werdende “kleine Armee” von Schergen befehligen – eine Mischung aus den Gremlins und den Orks aus HdR – die lustig und fröhlich plündernd und brandschatzend durch die Lande ziehen, wenn wir es ihnen befehlen. Sie sammeln eigenständig Waffen und Rüstungen von besiegten Gegnern auf, um sich zu verstärken und es gibt sie in vierfacher Abwandlung.
Zum einen die braunen Schergen, die als Tanks und Nahkämpfer dienen. Sie sind quasi das Rückgrat der “Dunklen Armee”
.
Dann gibt es noch die roten Schergen. Sie sind unempfindlich gegen Feuer, können Brände löschen und Feuerbälle werfen. Somit also die böse Variante von klassischen Bogenschützen.
Als Drittes führt man die grünen Schergen ins Feld, die immun gegen Gift sind, giftige Pflanzen absorbieren können und Gegner am Besten in den Rücken fallen, um sie zu besiegen. Sie sind im Vergleich mit WoW also die klassischen Schurken. Zudem können sie sich, wenn sie still stehen, nahezu unsichtbar machen.
Als viertes und letztes führt man noch die blauen Schergen ins Feld. Diese sind soweit ich bisher weiß, imstande zu schwimmen. Klingt nicht besonders spannend, aber da die restlichen Schergen alle ganz locker und leicht im knietiefen Wasser schon ersaufen, ist es doch ganz nützlich, die bösen blauen Schlümpfe dabei zu haben. Vielleicht können die ja auch mehr. Das weiß ich allerdings erst, wenn ich ihr Nest und somit die Fähigkeit gefunden habe, sie zu befehligen.Somit: Fortsetzung folgt…
Ja, die Schlümpfe können noch mehr. Was fehlt in einer klassischen Armee wenn man Nahkämpfer, Fernkämpfer und mit Stealth-Fähigkeiten versehene Assassinen schon hat…?
Die Heiler natürlich. Wie das eben auch immer so ist: Sie können heilen (im Falle von “Overlord” gefallene Schergen wiederbeleben) und teilen soviel Schaden aus, als würde man die Gegner mit einem weichen Baguette verprügeln. Aber schwimmen können sie ja wie gesagt auch und das braucht man aufgrund des Leveldesigns zwangsläufig. Außerdem kann man eine große Anzahl der heilenden Kaulquappen als Schild benutzen, der sich ständig selbst heilt und regeneriert, während man mit dem Lord persönlich Vorstöße wagt und die Gegner mit der Axt zerteilt. Dies funktioniert wenn ihr die Blauen mit der Taste “Q” an einem Sammelpunkt konzentriert und diesen Sammelpunkt zwischen dem Lord und den Gegnern positioniert. Hilft natürlich nur wenn die Gegner nicht von allen Seiten sondern bevorzugt aus einer Richtung kommen – versteht sich von selbst.
Kleiner Zwischenstand bisher: Die Halblinge sind besiegt, der Fall des Elfenkönigs Oberon steht unmittelbar bevor und der Eingang in eine von einer Seuche befallene Hochburg der Menschen ist gefunden. Der Eingang befindet sich übrigens im Wasser und nachdem meine blauen Schergen diesen freigeräumt haben, erheben sich auf einmal an die 20 Untote rund um den Eingang. Das ist mal ne richtig fiese Falle in die ich blind reingetappt bin und da hilft dann auch kein Wiederbeleben mehr, wenn die Schergen nur mit Wattebällchen werfen. Aber wenn mans weiß ist es ja meistens einfacher und somit geht es dort dann morgen lustig weiter.